25. - 31. Mai 2025 - zwischen Wismar und den Kreidefelsen
Von Peter Link
Tag 1
Sonntagmorgen, Köwe, 07:00 Uhr, 23 Reiselustige, Alex der Fahrer und Peter der RBGL, startbereit! Wichtigstes Thema: „wie wird das Wetter“? Bekanntlich ein wichtiger Bestandteil einer Reise, vor allen Dingen, wenn es an die See geht. Wir starten überpünktlich in Richtung Norden. Kein Gast fragt, wie lange brauchen wir, alle wissen, wir fahren einmal längs durch Deutschland, das dauert. Damit Alex keine Probleme mit der Lenkzeit auf der langen Reise bekommt, fährt Chef Manfred den Bus bis Raststätte Waldnaabtal, safty first!
Je näher wir nach Berlin kommen, bestätigt sich Alex und meine Vermutung: Verkehrschaos aufgrund von Baustellen, einem größeren Unfall und … Abreise der Stuttgarter und Bielefelder Fußballfans - es war nämlich am Tag davor DFB Pokal. Dieses Pokalendspiel sollte uns noch ein weiteres Mal ärgern. Gleich in zwei Raststätten, die wir ansteuerten, gab es nichts mehr zum Essen, ausverkauft in Michendorf und im Linumer Bruch. War das Frühstück für die Kicker im Hotel zu spartanisch, oder….? Außer dem Reisebegleiter haben die Gäste das Ganze halbwegs akzeptiert.
Im Hotel in Rostock angekommen, schneller CheckInn, QuickFrisch und wie geplant 18:00h Abendessen. Die lange Anfahrt war vergessen, Personal freundlich, Buffett reichlich und für jeden etwas, für einige Paulaner Weißbier und nur noch fröhliche Gesichter. Eines war noch zu beobachten: auf einigen Handys war eine WetterApp zu sehen, wie wird’s morgen?
Tag 2
Montagmorgen, gut geschlafen im Vienna House direkt am Marktplatz, ausgiebiges Frühstück, blauer Himmel, Start in Richtung Fischland-Darß-Zingst. Angekommen, erster Halt, der Hafen von Wustrow. Unser Guide Brigitte erzählt uns etwas über den Hafen, seine tollen Zeesboote und zur Geschichte dieses Fischerdorfes. Trotz sehr gutem Hotelfrühstück bekommen die Ersten Appetit, denn es riecht überall nach frisch geräuchertem Fisch.
Es geht weiter über die Halbinsel, wir sind auf dem Darß mit seinen Boddengewässern. In Born mit seinen tollen, holzgeschnitzten Haustüren darf ein Fotostopp natürlich nicht fehlen. Im Künstlerdorf Ahrenshoop schnuppern wir am Strand zum ersten Mal Ostseeluft und bei einem Rundgang durchs Dorf mit seinen reetgedeckten Villen stellen wir alle fest: hier wohnt das Geld. In Prerow erzählt uns Brigitte Interessantes zu der dortigen Fischerkirche, eine Dankeskirche der Seefahrer, von der es auf der Halbinsel viele gibt. Die Seebrücke von Zingst eignet sich optimal für ein Gruppenfoto, „alle lächeln“. In einem strammen Tagesprogramm haben wir gesehen und erlebt, was den Darß, seine Boddengewässer und die Ostsee ausmacht.
Tag 3
Am Dienstag, erster Halt Bad Doberan. Eine monumentale Klosteranlage aus dem 13. Jahrhundert und ein riesiges Münster erwartet uns, wir sind beeindruckt. Weiter geht es in die Hansestadt Wismar. Selbst wir geschichtsverwöhnten Regensburger, staunen über die historische Hafenstadt mit ihrer Geschichte und den Baulichkeiten. Der Hafen mit alten 2 + 3-Mastern, die Geschichte eines Ozeanriesen, der demnächst für Walt Disney in Dienst gestellt wird, der Drehort für die Krimireihe SOKO Wismar und die qualmende Molly eine Schmalspur-Dampflok, viele Augenblicke, die wir nicht vergessen. Im Seebad Kühlungsborn lassen wir diese Tagesreise mit einem Kaffee, einem Eisbecher oder Kaltgetränk ausklingen.
Tag 4
Mittwoch, das Wetterglück hat uns verlassen, wir werden nass beim Stadtrundgang durch Rostock. Wir haben alles durchgestanden und dabei unsere Gästeführerin Monika bewundert, die mit zunehmender Nässe immer unterhaltsamer wurde. Mittags 12:00 Uhr Abfahrt mit dem Schiff nach Warnemünde. Ein unterhaltsamer Kapitän hat uns erklärt, was den Hafen Rostock und die Landungsbrücke in Warnemünde ausmacht. Beim Landgang gab es entlang des Alten Stroms Fischsemmel, Kaffee, Eis etc. - so wie es sich gehört als Tourist in einem Touriort.
Tag 5
Auf in die Hansestadt Stralsund hieß es am Donnerstag. Vorher noch Koffer packen und auschecken, denn das nächste Hotel wartet in Rügen auf uns. Bei der Ankunft treffen wir Hrn. Dratz, einen Guide, der seinen Job über alles liebt. Stadtgeschichte, alte Kirchen, Gebäude und das Leben darin, er hat es uns auf sehr humorige Art näher gebracht, toll. Die Gorch Fock I und der Hafen mit seinem gastronomischen Angebot, waren für einige noch Ziel während der freien Zeit, bevor es nach Sellin weiterging. Dort angekommen haben viele gezweifelt, ob wir auf dem richtigen Weg zur Seebrücke sind, denn es ging stramm bergan. Das ist Sellin, oben angekommen, steigt man 85 Stufen hinab zur einzigen überbauten Seebrücke auf Rügen.
Tag 6
Freitag unser letzter Sightseeing-Tag. Gästeführerin Susanne hat uns das Nationalpark-Zentrum Königstuhl nähergebracht. Schwankend über der Ostsee und den Kreidefelsen auf dem Skywalk stehen, für die meisten ein völlig neues Gefühl. Viel Information und ein interessanter Film machen diese Besichtigung unvergessen. Zum Tagesabschluss stand Binz auf dem Programm. Sehenswert ist dieses mondäne Seebad allemal, dort Urlaub machen, es gab geteilte Meinungen. Als in den 20er Jahren alles entstanden ist, hatte es sicher mehr Charme.
Tag 7
Samstag, auf nach Hause! Wir haben an 5 Tagen sehr vieles gesehen und erlebt. Wir haben in 2 komfortablen Hotels sehr gut gegessen und übernachtet. Wir haben bis auf einen kleinen Ausrutscher Glück mit dem Wetter gehabt, Wind und Regen sind halt typisch für die See. Nach der langen Heimfahrt sind alle Reisenden zufrieden und fröhlich ausgestiegen, schön wars.