Reisetagebuch Nordgriechenland 2025

Schwebende Klöster, antike Stätten, schöne Strände

Von Franz Dürr

...vom 26.9. – 3.10.2025

1. Tag:
Nach einem ruhigen Flug empfing Thessaloniki unsere Gruppe mit einem zwar grauen Himmel, aber einer sehr angenehmen Temperatur von 24°. Nach der Fahrt ins Zentrum der Stadt machten wir uns zu Fuß auf die Erkundung der Stadt, vorbei am „Galerius-Bogen“, dem Triumphbogen des röm. Kaisers Galerius mit Blick auf die „Rotonda“, einem mächtigen Rundbau aus dem 4. Jhdt., der zum Weltkulturerbe zählt und beispielhaft die wechselvolle Geschichte der Stadt widerspiegelt. Weiter ging es durch den „Kampani-Markt“, einer lebhaften, historischen Markthalle, zu einer Taverne, wo wir uns bei einem Meze-Essen mit griechischen Vorspeisen stärken konnten (Der Ouzo durfte natürlich auch nicht fehlen!).

Nach dem Essen ging es vorbei an den mächtigen Stadtmauern mit dem Bus hinauf ins „Kastro-Viertel“ mit der Zitadelle am höchsten Punkt, wo wir mit einem tollen Blick über die Stadt aufs Meer belohnt wurden. Den Abschluss bildete die Besichtigung der Kirche „Agios Dimitrios“, dem Schutzpatron der Stadt, erbaut auf den Resten einer antiken, römischen Therme, die wir in der Krypta der Kirche bestaunen konnten.

2. Tag:
Bevor wir uns heute auf den Weg nach Vergina, der ehemaligen Hauptstadt Makedoniens machten, vervollständigten wir unsere Stadtrundfahrt in Thessaloniki mit einer Fahrt auf der „Nea Paralia“, der Flaniermeile der Stadt bis zum „Weißen Turm“, dem von den Türken im 16. Jhdt. erbauten Wahrzeichen der Stadt. Dann ging es weiter zu den erst 1977 entdeckten, vollständig erhaltenen Gräbern von König Philipp II, dem Vater von Alexander dem Großen und dessen Enkel Alexander VI.

Nach der Mittagspause machten wir uns auf den Weg nach Kalambaka, einer Kleinstadt am Fuße der Meteora-Klöster. Ein gemeinsames Abendessen in einer Taverne rundete den Tag perfekt ab.

3. Tag:
Heute standen die Meteora-Klöster auf dem Programm, die ab dem 12. Jhdt. auf den bis zu 400 m hohen, durch Erosion geformten Meteora-Felsen von orthodoxen Mönchen gegründet wurden. Schon bei der Anfahrt konnte man verstehen, warum sie zum Unesco-Weltkulturerbe gehören. Früher nur über Leitern oder Seilwinden erreichbar, sind sie heute über bequeme Treppen oder sogar mit dem Auto zu erreichen.

Als erstes stand die Besichtigung des kleinen Nonnenklosters „Roussanou“ aus dem 16. Jhdt. auf dem Programm, das der Hl. Barbara geweiht ist. Es thront auf einem winzigen Felsplateau und erstreckt sich über drei Etagen. Weiter ging es zum Kloster „Agios Stefanos“, einer großen Klosteranlage, die bequem über eine Brücke erreichbar und für seine spektakuläre Aussicht auf Kalambaka und die Thessalische Ebene bekannt ist. Vor unserem nächsten Quartier in Paralia-Katerini machten wir noch einen Stopp im Tzilili-Weingut zu einer Weinverkostung.

4. Tag:
Ziel unseres heutigen Halbtagesausflugs war die im 5. Jhdt. v. Chr. von den Makedonen gegründete und dem Göttervater Zeus geweihte antike Stadt Dion am Fuße des Berges Olymp. In einem weiträumigen Areal kann man die Überreste von Heiligtümern und Bauwerken aus der hellenistischen, römischen und byzantinischen Epoche bewundern.

Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Einige Unerschrockene nutzten trotz der etwas kühlen Temperaturen die Zeit für ein Bad im Meer.

5. Tag:
Auf dem Weg Richtung Chalkidiki besichtigten wir heute die archäologischen Ausgrabungen von Pella, der Geburtsstadt von Alexander dem Großen und zu dieser Zeit Hauptstadt des antiken Königreichs Makedonien und politisches und kulturelles Zentrum. Besonders beeindruckend sind die bei Grabungsarbeiten freigelegten großflächigen Kieselsteinmosaike.

Im Museum zeugten viele Funde davon, wie hoch entwickelt die makedonische Gesellschaft schon im 5. Jhdt. v. Chr. war. Nach einer Mittagspause setzten wir unsere Fahrt Richtung Nikiti auf der Sithonia-Landzunge fort, wo wir in einem schönen Strandhotel Quartier bezogen.

6. Tag:
Während einige Gäste einen freien Tag genossen oder mit einem Mietwagen die Gegend auf eigene Faust erkundeten, machte sich der Rest der Gruppe auf zu einem Schiffsausflug zum heiligen Berg „Athos“, einer orthodoxen Mönchsrepublik auf dem östlichsten Finger der Chalkidiki.

Die 20 Großklöster, in denen noch mehr als 2300 Mönche leben (Frauen ist das Betreten der Insel untersagt), sind Teil des Unesco-Welterbes. Vom Boot aus hatte man einen schönen Blick auf die teils auf steilen Felsvorsprüngen errichteten pittoresken Klosteranlagen.

7. Tag:
Wir hatten uns alle auf einen sonnigen, freien Tag am Pool oder Strand unseres schönen Hotels gefreut, doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Es regnete und auch die Temperaturen luden nicht zu einem Bad ein. Shit happens!

8. Tag:
Bei einem wieder blauen Himmel und Sonnenschein machten wir uns auf den Weg nach Hause. Unser toller Busfahrer Anestis brachte uns sicher zum Flughafen in Thessaloniki. Dem angesagten Generalstreik in Griechenland kamen wir zuvor und auch die Sperrungen des Luftraums über München blieben uns erspart, sodass wir pünktlich ankamen.

Fazit: trotz des teilweise schlechten Wetters eine rundum gelungene Reise mit einer tollen Gruppe

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